Am Pfingstmontag den 10.06.2019 rollte ein schweres Unwetter über den östlichen Landkreis Fürstenfeldbruck. Besonders schwer traf es die Große Kreisstadt Germering.
Bereits wenige Minuten nach dem Unwetter gingen die ersten Anrufe bei der Feuerwehr ein.
Neben vereinzelt umgefallenen Bäumen oder überschwemmten Räumen gab es fast ausschließlich kaputte Dachfenster und defekte Dächer.

Am Abend des Pfingstmontags gab es 121 Einsätze, welche von der Feuerwehr Germering bearbeitet wurden. Zuerst wurden die Einsätze durch zwei Sichtungs-Teams kategorisiert und im Anschluss abgearbeitet.
Am Dienstag in der früh gegen 5 Uhr waren diese Einsätze abgeschlossen.

Bereits kurz nach 6 Uhr gingen erneute Meldungen ein. Bis zum Abend kamen nochmals 74 Einsätze hinzu, so dass allein die Feuerwehr Germering 194 unwetterbedingte Einsätze zu bearbeiten hatte. Hinzu kommen noch 104 Einsätze, die im Einsatzgebiet der Feuerwehr Unterpfaffenhofen zu bearbeiten waren.

An beiden Tagen wurden die Germeringer Feuerwehren durch zahlreiche weitere Kräfte unterstützt. Ohne deren Hilfe hätte die massive Anzahl an Einsätzen nicht bearbeitet werden können.

Zum Vergleich: Im Jahr 2018 hatte die Feuerwehr Germering rund 290 Einsätze. Allein durch das Unwetter gab es in etwas mehr als 24 Stunden 290 Einsätze für die Feuerwehren.

Größte Herausforderung war neben der Manpower auch die Unterstützung durch viele Drehleitern. Alleine an der Kirchenschule, die es schwer getroffen hatte, wurden bis zu drei Drehleitern gleichzeitig eingesetzt.

Ebenso musste zahlreiches Material beschafft werden. Gerade an sogenannten Notdächern, das sind verstärkte, große Gewebefolien, war in Germering ein großer Bedarf.
Da innerhalb kürzester Zeit die Bestände in Germering und dem Notfalllager des Landkreises Fürstenfeldbruck aufgebraucht waren, erhielten wir noch weitere Unterstützung.
Zusätzliche Notdächer kamen aus dem Landkreis München, dem Landkreis Augsburg, vom THW aus Dachau, Freising und Fürstenfeldbruck. Ebenso unterstützten uns noch zwei Ehefrauen von Kameraden bei der Bewältigung der Dokumentation, die uns auch im Nachgang noch einige Zeit beschäftigen wird.

Hervorzuheben ist noch, dass es bei den beteiligten Feuerwehrkräften zu keinen Verletzten kam.

Am Dienstag gab es neben den Unwettereinsätzen noch zwei Brandeinsätze, zu denen wir alarmiert wurden. Ein gemeldeter Dachstuhlbrand stellte sich glücklicherweise nur als eine austretende Kühlflüssigkeit aus einer Solaranlage dar. Der zweite Einsatz war sehr ärgerlich. In der Tiefgarage der Citygalerie wurde böswillig unter einem Rauchmelder Spiritus in Brand gesetzt.

Unterstützt wurden wir am Montag durch die folgenden Kräfte:

  • Feuerwehr Gauting mit vier Fahrzeugen und 14 Helfern
  • Feuerwehr Fürstenfeldbruck mit zwei Fahrzeugen und 7 Helfern
  • THW Ortsverband Fürstenfeldbruck mit zwei Fahrzeugen und 9 Helfern
  • THW Ortsverband Dachhau mit einem Fahrzeug und 3 Helfern
  • Feuerwehr Gilching mit drei Fahrzeugen und 14 Helfern
  • Feuerwehr Puchheim Ort mit einem Fahrzeug und 6 Helfern
  • Feuerwehr Oberschleißheim mit einem Fahrzeug und zwei Helfern
  • Im Ortsgebiet der Feuerwehr Unterpfaffenhofen unterstützte die Feuerwehr Planegg und die Feuerwehr Puchheim Bahnhof.

Am Dienstag hatten wir ebenfalls tatkräftige Unterstützung aus den verschiedensten Ortschaften, dies waren: 

  • Feuerwehr Puchheim Bahnhof mit zwei Fahrzeugen und 9 Helfern
  • THW Ortsverband Fürstenfeldbruck mit zwei Fahrzeugen und 10 Helfern
  • THW Ortsverband Dachau mit einem Kran und 3 Helfern
  • Feuerwehr Neuried mit zwei Fahrzeugen und 10 Helfern
  • Feuerwehr Eichenau mit zwei Fahrzeugen und 12 Helfern
  • Feuerwehr Pullach mit zwei Fahrzeugen und 12 Helfern
  • Feuerwehr Unterhaching mit drei Fahrzeugen und 15 Helfern
  • Feuerwehr Ismaning mit zwei Fahrzeugen und 12 Helfern
  • Feuerwehr Türkenfeld mit einem Fahrzeug und 9 Helfern
  • Feuerwehr Moorenweis mit einem Fahrzeug und 9 Helfern
  • Feuerwehr Mammendorf mit zwei Fahrzeugen und 12 Helfern
  • Im Ortsgebiet der Feuerwehr Unterpfaffenhofen unterstützte die Feuerwehr Biburg, Alling und Schöngeising.
  • Das THW Freising und die Feuerwehr Augsburg Land lieferte noch Material.

Heute werden Aufräumarbeiten im Gerätehaus durchgeführt und die Schäden am Feuerwehrhaus selbst behoben.

Abschließend ein großes Dankeschön an die Familien der Kameraden und die Arbeitgeber, welche ihre Mitarbeiter freigestellt haben.