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Große Zugübung in Germering am Montag, dem 18.03.24


Die vergangenen Wochen wurden die Themen zur technischen Rettung intensiv beübt durchgearbeitet. Die Großübung diente dafür, alles vorher gelernte in einem fiktiven Einsatzszenario zu kombinieren.

Angenommen war die Lage, dass beim Abladen eines Baggers auf der B2 ein LKW dies übersehen hat und auf ein Auto und den Tieflader aufgefahren ist. Darin wurden zwei Personen im eingeklemmt, der LKW-Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeschlossen und zwei Mitarbeiter wurden beim Abladen jeweils unter dem Bagger und unter dem Tieflader eingeklemmt.

 

Nach Erkundung der Zugführer wurden die gewonnenen Erkenntnisse mit dem Einsatzauftrag den einzelnen Gruppenführern weitergegeben. Sofort wurden die Einsatzfahrzeuge direkt neben die Einsatzstelle herangezogen, damit der Weg vom Fahrzeug zum Unfall nicht so weit entfernt ist.  Die Besatzung des HLF 1 begann zusammen mit dem Rüstwagen die Personen zu befreien. Da der Zugang zum Fahrerhaus des LKWs von den Seiten nicht zugänglich war, mussten die Einsatzkräfte anfangen, die Rückwand des Führerhauses von der Rettungsplattform aus zu entfernt werden. Zeitgleich fingen die Kräfte des zweiten Zuges an, den Bagger mit dem Greifzug zu sichern, da dieser von dem Tieflader zu rutschen drohte. Dafür musste ein Erdanker als Anschlagpunkt gesetzt werden.

  Zwischendurch wurden die jeweiligen Abschnittsleiter mehrmals zu einer kurzen Lagebesprechung am MZF gerufen, um Erkenntnisse und Fortschritte auszutauschen. Alles wurde während der Übung von 3 Personen, die den Einsatzleiter unterstützen, an diesem Fahrzeug dokumentiert, eine Lagekarte erstellt und alles detailliert mitgeschrieben. Parallel dazu waren weitere Einsatzkräfte damit beschäftigt, den Tieflader zu unterbauen, um dann mittels Lufthebekissen den Verletzten unter dem Anhänger zu befreien. Zeitgleich wurde bei den eingeklemmten Personen im Auto eine große Seitenöffnung veranlasst, um diese zu befreien. Zuvor wurde schon, der unter Schock stehende Fahrer des Baggers herausgeholt und betreut.

Nach kurzer Zeit war dann der Erdanker fertig gesetzt, woraufhin die Person unter dem Schild des Baggers befreit werden konnte, indem dieses mit dem Hebekissen angehoben wurde. Unterdessen gelang es den Kräften des ersten Zuges, die Seitentür des PKWs zu öffnen und ebenfalls eine Person zu retten. Beim LKW waren die Einsatzkräfte weiterhin dabei, die Rückwand des Zugfahrzeuges zu entfernen. Die Rettung der Person unter dem Tieflader gestaltete sich schwieriger, da kein geeigneter Punkt zum Ansetzten eines weiteren Hebekissens gefunden werden konnte. Weiterhin wurde die Hinterwand des LKW-Führerhauses herausgeschnitten. Da die Büffelheber zum Abstützen des LKW Anhängers genutzt wurden, mussten die Kräfte unter dem Tieflader auf einer Holzunterlage den hydraulischen Hebesatz verwenden, um die Person stückweise unter dem Reifen zu befreien. Mittlerweile konnte die Rückwand des LKWs so weit geöffnet werden, dass die Person mit einem Spineboard gerettet werden konnte.

Nach ca. 60min konnte auch der letzte Verletzte befreit werden. Zum Ende der Übung wurde noch eine gemeinsame Abschlussbesprechung durchgeführt, wo die Beobachter sowie der Übungsleiter zusammengefasst haben, was positiv gelaufen ist oder wo es Verbesserungsbedarf gibt. Nachdem die Materialien gesäubert und aufgeräumt wurden, konnte die Übung erfolgreich beendet werden.

 Der Besatzung des 2. LFs wurde die zweite Unfallstelle zugeteilt. Ein PKW wurde von der Schaufel eines Radladers erfasst und an einer Wand (hier durch einen Erdhügel simuliert) eingeklemmt. Als Erstes wurde das Auto unterbaut, um es gegen Wegrollen zu sichern. Parallel dazu wurde auch schon der Fahrer des Laders herausgeholt und von den Einsatzkräften medizinisch erstversorgt. Nachdem die Materialien, die standardmäßig bei einem Verkehrsunfall auf der Bereitstellungsplane hergerichtet wurden, kam die Anweisung vom Gruppenführer das Dach abzunehmen. Mit dem Kombigerät wurde dann die A-Säule sowie die B-Säule des Fahrzeuges durchtrennt, um das Fahrzeugdach, nachdem die Windschutzscheibe mit der der Säbelsäge durchtrennt wurde, nach hinten umklappen zu können. Um dann im weiteren Verlauf den Vorderbau des PKWs vorzudrücken wurde ein Entlastungsschnitt vorne oberhalb vom Schweller gesetzt, um dann mit dem Rettungszylinder den Vorderwagen Motorblock vorzudrücken. Daraufhin konnte die verletzte Person mit dem Spineboard über die Sitzlehne nach hinten befreit werden. Am Ende mussten auch hier noch alle Materialien wieder gereinigt und das benutzte Material wieder auf dem Fahrzeug verlastet werden.  Danke an die Kippermänner für deren Unterstützung mit ihren Fahrzeugen und den Übungsplatz.  Teilnehmer 50 Einsatzkräfte

25. März 2024
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