Als die meisten von uns noch beim Frühstück mit der Familie saßen, oder schon auf dem Weg zur Arbeit waren, wurden wir um Punkt 7 Uhr in die Eugen-Papst-Straße gerufen. Mehrere Anrufer meldeten einen Brand in einem Mehrfamilienhaus.

Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchfahne im Bereich der gemeldeten Adresse sichtbar. Als wir eintrafen, rauchte es massiv aus der Eingangstür, mehreren Kellerfenstern und einem Fenster im Treppenhaus.

Für die Bewohner der oberen Stockwerke war der Fluchtweg somit abgeschnitten, sie flüchteten auf ihre Balkone an der Gebäuderückseite. Die Bewohner der Erdgeschosswohnungen hatten sich bereits selbst über Fenster und Balkone aus ihren Wohnungen gerettet. Sofort wurde ein Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem C-Rohr zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in den Keller geschickt. Außerdem setzten wir einen Hochdrucklüfter ein, um den Rauch aus dem Treppenhaus zu drücken, damit es wieder als Fluchtweg genutzt werden konnte.

Die ebenfalls alarmierten Kameraden aus Unterpfaffenhofen übernahmen den zweiten Einsatzabschnitt. Mit tragbaren Leitern retteten sie die Personen von den Balkonen, der Einsatz unserer Drehleiter war baulich bedingt nicht möglich.

Im Einsatzverlauf stelle sich heraus, dass Brand in einer Wohnung im Keller ausgebrochen war. Die Bewohnerin konnte sich jedoch selbst retten. Zur Personensuche und Brandbekämpfung wurden drei Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt.

Rauchmelder warnt Bewohner

Die 74-jährige Frau und auch andere Bewohner des Hauses wurden durch einen ausgelösten Rauchmelder in der besagten Kellerwohnung auf den Brand aufmerksam. Ohne diesen Rauchmelder hätte der Brand mit hoher Wahrscheinlichkeit schlimmere Folgen nach sich gezogen.

Insgesamt wurden 21 Hausbewohner gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Dieser war mit einem Großaufgebot vor Ort, unterstützt von Kräften der Berufsfeuerwehr München, die mit einem Großraumrettungswagen nachalarmiert wurden. Nach der Untersuchung vor Ort wurden fünf Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Zur Brandursache und zur Schadenshöhe können seitens Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Kellerwohnung ist unbewohnbar. Die unverletzten Bewohner der anderen Wohnungen konnten nach Beendigung der Löscharbeiten wieder zurück in Ihre Wohnungen.

An der Stelle möchten wir uns für die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Rettungskräften bedanken. Den betroffenen Personen wünschen wir gute Besserung.