Die Veränderung des Klimas bringt für die Feuerwehren einige Herausforderungen mit sich. So ist die Zahl der Unwetter in den letzten Jahren angestiegen, aber auch die Wald- und Vegetationsbrandgefahr hat sich durch die trockenen Sommer der letzten Jahre stetig erhöht. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen wurde im ersten Halbjahr unter anderem der Themenschwerpunkt „Vegetationsbrandbekämpfung“ eingebaut. Dieser wurde durch das Übungsverbot während der Corona Krise etwas entzerrt. Nach einem Unterricht zur Taktik im März und einer Planübung für die Führungskräfte via Web-Konferenz konnte nun endlich die Praxisübung dazu stattfinden.

Am vergangenen Montag den 13.07. wurde am Grillplatz des Germeringer Sees mit Stroh eine trockene Fläche nachgestellt. Die Flammen auf dieser brennenden Fläche galt es zunächst mit Hilfe von Handwerkzeugen wie Feuerpatsche, Löschrucksack und Dunghacke einzudämmen. Anschließend wurde mit kleinen D-Rohren nachgelöscht. Dieses kombinierte Vorgehen wird auch im echten Einsatz angewandt.

Die Wasserversorgung erfolgt im Einsatz, wie auch in der Übung zunächst aus dem Wassertank der Löschfahrzeuge. Wird mehr Wasser benötigt muss eine lange Schlauchstecke gelegt werden. In der Übung mussten vom Badesteg bis zum Grillplatz ca. 160m Schläuche verlegt werden. Dafür haben wir im Versorgungsfahrzeug einen Rollcontainer mit 500m B-Schlauch verlastet. Während das Fahrzeug fährt, laufen die Schläuche aus den Buchten heraus und müssen nur noch sauber am Straßenrand abgelegt werden. So kann mit wenig Personal schnell eine weite Distanz überbrückt werden.

Mit dem LF16 konnten die Maschinisten den sogenannten Pump-and-Roll Betrieb üben. Dabei kann während der Fahrt Wasser aus dem Tank über die Pumpe abgegeben werden. Dadurch können längere Brandabschnitte abgelöscht werden, während das Fahrzeug fährt.

Trotz aller Technik ist die Vegetationsbrandbekämpfung überwiegend Handarbeit. Nicht überall ist das Gelände befahrbar oder gefahrlos befahrbar. Nach gut eineinhalb Stunden war die schweißtreibende Übung beendet und die Fahrzeuge konnten wieder aufgerüstet werden.