Unfälle mit Luftfahrzeugen gehören nicht zu unserem Alltagsgeschäft, doch gerade deshalb muss man sich auf solche Ausnahmefälle vorbereiten. Mit der Nähe zum Flughafen Oberpfaffenhofen, dem Flugplatz Jesenwang und diversen kleineren Flugplätzen in der Umgebung gibt es um und über Germering viele Flugbewegungen.

Bei der Fortbildung am Mittwoch standen allerdings eher Kleinflugzeuge im Mittelpunkt. Referent Herbert Lehner, Sachverständiger für Luftfahrt und Beauftragter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung erklärte uns zunächst welche verschiedenen Luftfahrzeuge es gibt und wie diese Aufgebaut sind. Im Besonderen ging er auf die Gefahren ein, die für Rettungskräfte entstehen können. Neben den Bekannten, wie Treibstoff und Brandgefahr, stand das Rettungssystem von kleineren Luftfahrzeugen im Vordergrund.

Im Falle eines Absturzes kann der Pilot das System manuell auslösen. Dann schießt eine Feststoffrakete einen Fallschirm aus dem Flugzeug, nach der Entfaltung kann das Flugzeug relativ sicher zu Boden gleiten. Wurde dieses Rettungssystem jedoch nicht aktiviert, stellt die Treibladung eine erhebliche Gefahr für die Rettungskräfte dar. Herr Lehner erklärte das System sehr anschaulich und erläuterte wie man das System sichern kann.

Im Anschluss an den Unterricht wurde eine kleine Startrampe aufgebaut und so ein Rettungssystem auf dem Übungshof abgeschossen. Dabei wurde eindrucksvoll deutlich welche Wucht hinter der Rakete steckt.

Wir hoffen, dass wir das Erlernte nicht anwenden müssen, im Fall des Falles sind wir aber Vorbereitet. Wir möchten uns sehr herzlich bei Herrn Lehner für den sehr guten und interessanten Vortrag bedanken.